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(K)Ein Recht auf Faulheit

Beitrag von Christoph
Dolphins Depesche, Juni 2001

Ein optimales Trainingsergebnis hängt nicht nur vom Training selbst ab, sondern auch von der Ausgewogenheit zwischen Belastung und Erholung. Nicht nur das Training sollte deshalb optimal sein, sondern auch die Randbedingungen, für die jeder selbst verantwortlich ist. Wer gestresst zum Training kommt und genauso unter Zeitdruck wieder enteilt, hat womöglich am nächsten Tag mit unangenehmen Folgen zu kämpfen.

Für ein optimales Training ist genug Flüssigkeitszufuhr schon vor dem Sport wichtig. Wenn sich erst Durstgefühl einstellt, ist der Flüssigkeitsmangel schon so groß, dass er sich nicht mehr kurzfristig für das laufende Training wirksam auffüllen lässt.

Das gilt übrigens auch für Schwimmer. Das versehentlich geschluckte Chlorwasser ist wohl kaum zum Ausgleich des Wasserhaushaltes des Körpers geeignet und die Osmose durch die Haut funktioniert wohl auch nicht mehr. Kaffee, Schwarztee und Alkohol eignen sich allerdings nicht als Getränke für den Sport. Dadurch wird dem Körper eher noch mehr Wasser entzogen, weil der Organismus versucht, darin enthaltende Drogen (Koffein, Teein, Alkohol) aus dem Körper auszuspülen, was sich in entsprechendem Harndrang bemerkbar macht.

Zur optimalen Trainingsvorbereitung gehört auch das rechtzeitige Essen. Ca. 2 - 3 Stunden vorher sollten die Energiereserven mit leichten Mahlzeiten aufgefüllt werden. Zu spätes, womöglich hastig in sich reingestopftes fettes Essen liefert keine Energie, sondern verbraucht erst Energie, um zunächst einmal verdaut zu werden. Abgesehen davon kann einem höchst unangenehm übel werden, wenn man sich direkt nach dem Essen sportlich verausgabt. Muskelkrämpfe können ihre Ursache auch in einer schlechten Vorbereitung des Organismus auf das Training haben.

Etwa 35 Stunden benötigt der Körper, um nach einem intensiven Ausdauertraining die "Batterien" wieder aufzuladen. Wenn die Zeit nach dem Training jedoch keine Erholung bietet, wird die "Aufladezeit" entsprechend verlängert. Kneipenbesuche mit Alkoholkonsum und Zigarettenrauch ebenso wenig wie lange Autofahrten oder durchtanzte Nächte können wohl kaum als Erholungsquellen bezeichnet werden. Deshalb braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn die obligatorischen Partys am Abend nach den Turnieren nicht gerade die rauschendsten sind.
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Die beste Erholung sind frische Luft, leichte Mahlzeiten, mäßige körperliche Bewegung, mentale Entspannung und genügend Schlaf. Auch das gesellige Zusammensitzen nach dem Sport zähle ich dazu, vorausgesetzt es wird weitgehend auf Alkoholkonsum verzichtet.

Es ist also wichtig, dass die Belastungsphasen des Trainings von ausreichend langen Erholungsphasen abgewechselt werden. Insofern haben wir beim Schwimmen zur Zeit eine ungünstige Akkumulation unserer Trainingstermine am Wochenende (Samstag, Sonntag, Montag). Die Trainer/-innen versuchen das dankenswerterweise so gut es geht mit entsprechend abwechslungsreichen Trainingsprogrammen auszugleichen.

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Anmerkung zum Beitrag

Beitrag von Kathrin 14. April 2007

Christophs Beitrag wurde um zwei Passagen gekürzt, da sich diese auf spezielle Gegebenheiten in 2001 bezogen und nun nicht mehr relevant sind.

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